Setra Geschichte 1959-1963

Setra S14
Setra S14

Inzwischen traf ein weiteres Verbot die Omnibusbetriebe: Das Verbot der Mittelgangsitze. In Betrachtung dieses Verbotes und auch um die höchstzulässige Länge von 12 m auszunutzen, entstand 1961 der SETRA S 14. Der neugestaltete Frontgrill und die höher gezogene Windschutz- und Heckscheiben die nun nur noch durch schmale Stege getrennt wurden, gaben dem Bus ein moderneres Aussehen. Gleichzeitig konnte durch die neu gestaltete Front- und Heckpartie der Innenraum des Busses besser genutzt werden, was einer weiteren Sitzreihe zugute kam.

Technische Daten:
Länge: 12.000 mm
Breite:  2.500 mm
Höhe:  3.000 mm
Gewicht: 13.000 kg
Motor: Henschel 520 D6P
170 PS
Getriebe: ZF-S8-45
Synchroma-Getriebe
Sitzplätze: 57

Nach und nach wurden dann auch die anderen Modelle auf das neue Design umgestellt.

Parallel zur Entwicklung der Reisebusse, wurden jedoch auch Linienbusse gebaut. Der erste wurde 1953 vorgestellt und besaß eine interessante Neuerung: die Kässbohrer-Außenschwingtüren. Diese bildeten, im Gegensatz zu den sonst üblichen Falt- und Schwingtürversionen einen glatten und bündigen Abschluß mit der Außenwand des Busses. Auf diese Türen bekam Kässbohrer ein Patent. Sie bewährten sich so gut, dass sie nicht nur in Omnibussen, sondern auch in Straßenbahnwagen eingebaut wurden.

S125

Damit war die erste Baukastenreihe komplett. Otto Kässbohrer hatte dem Omnibusbau zwei neue Möglichkeiten aufgezeigt: die selbsttragende Bauweise und das für den Hersteller wie für den Omnibusunternehmer gleichermaßen vorteilhafte Baukastensystem von unterschiedlich großen, ansonsten aber weitgehend übereinstimmenden Fahrzeugen. Mit einigen technischen und stilistischen Anpassungen an neue Erkenntnisse und Möglichkeiten, die sich teilweise auch durch verbesserte Zulieferteile ergaben, wurde diese Baureihe bis ca. 1967 gebaut. Dann wurde sie von der Baureihe 100 abgelöst.

Technische Daten:
Länge: 10.650 mm
Breite: 2.500 mm
Höhe: 3.050 mm
Motor: Henschel 132 PS
Linienbus für 125 Personen